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LEITLINIEN FÜR DEN ARZT IN NIEDERLASSUNG UND KLINIK
Als Nachfolger des früheren „Arbeitskreis Orale Antikoagulation Kaiserslautern“ wurde im Mai 2003 der Qualitätszirkel Hämostaseologie Pfalz gegründet. Dieser durch die Bezirksärztekammer Pfalz akkreditierte, betont interdisziplinär angelegte Qualitätszirkel bildet den regionalen Teil des in enger Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Hämostaseologen (BDDH) arbeitenden deutschlandweiten Qualitätszirkel Hämostaseologie (QZH).
Der Qualitätszirkel Hämostaseologie Pfalz hat sich die regionale Qualitätssicherung bei hämostaseologischen Fragestellungen insbesondere an der oft problematischen Nahtstelle zwischen Klinikärzten und niedergelassenen Ärzten aller Fachgebiete zur Aufgabe gemacht. Hierzu erarbeitet er Richtlinien für den gemeinsamen Versorgungsraum zur einheitliche Diagnostik und Therapie auf dem aktuellen Stand des medizinischen Fortschritts unter besonderer Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten.
Als erste Ergebnisse wurden bereits Richtlinien zu folgenden Themen erarbeitet: Optimale Dauer der oralen Antikoagulation nach VTE, Indikation zur Thrombophiliediagnostik, Labordiagnostik bei Thrombophile, Anamnesebogen Thrombophilie, Hormone und Thrombose, diagnostischer Algorithmus bei Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose.
Der einzelne, mit hämostaseologischen Fragestellungen wenig betraute Arzt erhält durch die Arbeit des QZ Hämostaseologie Pfalz mehr Rechtssicherheit und eine größere fachliche Sicherheit, den gebotenen fachärztlichen Standard mit der erforderlichen Sorgfalt zu erfüllen. Ein weiterer, erwünschter Nebeneffekt ist die Förderung der Rationalisierung in der Medizin und mögliche ökonomische Einspareffekte.
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